Steadycam für Kameras
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Du willst eine neue, ideale Steadycam (Schwebestativ)?

Dann lies das!

Steadycams werden immer beliebter. Hier sind meine Tipps, die mir bei der Auswahl geholfen haben.

Endlich Filmen wie auf Wolken!

Aufnahmen mit einem Schwebestativ machen Spaß und können in vielen Situationen so richtig zur Geltung kommen. Wenn du die Steadycam wirklich verstehen willst, dann bist du bei diesem Artikel goldrichtig. Hier sind meine Erfahrungen, die dir bei einem guten Kauf helfen können.

Beliebte Steadycams

Diese Produkte stechen meiner Meinung nach besonders heraus und sollten jeden Nutzer Freude bereiten. Wenn jemand wenig Zeit zum Suchen hat, dann passt eines dieser Schwebestative für die DSLR bestimmt. Aber das sollst du am Ende dieses Artikels selbst beurteilen können!

Da es eine einmalige Anschaffung ist, kann ich ruhigen Gewissens ein Modell um die 200€ empfehlen. Dann ist man im Profi-Bereich angekommen. Allerdings sind deutlich billigere Schwebestative teilweise genauso exzellent. 

Ich konnte die Glidecam HD 2000 (weiter unten) um rund 200€ gebraucht kaufen. Bei so teuren Modellen würde ich dir raten, auch nach gebrauchten Stücken zu suchen. Für einen ähnlichen Preis gibt es auf Amazon das Modell für nicht so schwere Kameras: Glidecam iGlide II. Wenn du ein kleineres Budget hast, kann ich auch das Yelengu s60t (weiter unten) empfehlen. Das besitze ich ebenfalls und ich bin sehr zufrieden.

Tarion Kohlefaser

Das günstige Schwebestativ ist dank der Kohlefaserstange ein echtes Leichtgewicht.

Relativ gut verarbeitet.

Man kann zwischen drei Ausführungen der maximalen Auszugshöhe wählen (40, 60, 120cm).

Ein Manko: Die abnehmbare Quick-Release Platte besitzt keine Rändelschrauben, sondern nur einen Hebel zum Lösen und Fixieren der Platte. Dank der Markierungen kann man sich aber die Werte merken und ist beim erneuten Tarieren richtig schnell.

NEEWER Kohlefaser

Gutes Einsteiger-Schwebestativ

Die Kugellager und die leichte Kohlefaserstange sind von ziemlich guter Qualität.

Die hochwertige Basisplatte besitzt ein ausgeklügeltes System zum Tarieren. Man kann sie hochklappen jedoch nicht abnehmen.

Kameras bis 5 kg werden unterstützt. Ich würde die Grenze aber eher nicht ausreizen. Die maximale Auszugshöhe beträgt bei diesem Modell 68 cm und bietet somit auch für schwere Kameras sehr viel Flexibilität.

Yelengu s60t

Yelengu

Meine Wahl für ein kleineres Budget.

Diesem Schwebestativ sagt man nach, dass es eine gute (vor allem billigere) Alternative zu einer Glidecam HD 1000 sei. Das heißt schon mal viel.

Die Verarbeitung ist wie bei anderen Modellen der Preisklasse durchaus gut und robust. Ebenso spricht eine hohe Traglast von bis zu 3kg für dieses Modell. Zudem kommt es mit einer Tasche.

Es besitzt eine einfach gehaltene Basisplatte, die aber schnell abgenommen werden kann. Da die Einstellung dabei verloren geht, empfehle ich dir eine Schnellwechselplatte dazuzukaufen.

Glidecam HD-2000

Gemacht für die Ewigkeit.

Dieses DSLR Schwebestativ lässt keine Wünsche offen. Wenn jemand auf ein Produkt ohne Kompromisse aus ist, dann hat die Suche hier ein Ende.

Mit der Glidecam HD lässt sich in jeder Lage und mit unglaublichem Komfort filmen. Sie erfüllt so ziemlich alle Qualitätskriterien, die man an ein Steadycam DSLR Stativ stellt. Sie ist wie ein Panzer gebaut, robust und nichts wackelt. Extrem schnelles Einstellen durch Rändelschrauben.

Ein großer Vorteil ist das Gegengewicht-System. Man kann die Gewichte weit nach außen schieben und so den perfekten Drehmoment einstellen. Dadurch lässt sich die Kamera leichter oder schwerer drehen und ist weniger windempfindlich.

Bei der Glidecam wurde an alles gedacht. Man kann sogar die hochwertigen Kugellager kalibrieren und somit wirklich absolut fein austarieren.

Von Glidecam sind billigere und teurere Modelle am Markt. (Für leichtere Kameras z.B.: Glidecam iGlide II, Amazon.) Preislich gibt es bei der Glidecam aber einen enormen Sprung. Dieses Model kauft man frei nach dem Motto Alles oder nichts.

Eines kann ich dir wirklich ans Herz legen: Diesen Mini-Tripod (Amazon). Mit den Erweiterungen kannst du sogar Action Cam und Handy aufs Schwebestativ montieren.

Was die Steadycam kann

Was ist eine Steadycam?

Eine Steadycam für DSLR Kameras besitzt eine wesentliche Aufgabe. Sie vermindert die Kipp- und Drehbewegungen der Kamera. Für mich wirkt es fast so, als hätte die Kamera eine persönliche kleine Wolke, auf der sie durch den Raum schwebt. Das Bild wird stabil und wackelt nicht mehr. 

Worauf eine Steadycam kaum einen Einfluss hat sind Stöße und Vibrationen. Diese können von der Mechanik nicht kompensiert werden. Solche Stöße entstehen zum Beispiel beim festen Auftreten. Deshalb gehen Leute mit dem Schwebestativ wie Ninjas auf einer geheimen Mission. 

Für optimale Ergebnisse empfiehlt sich unbedingt eine Kamera/Linse mit integriertem Image Stabilizer. Diese sind genau für solche kleine und extrem schnelle Bewegungen der Kamera gedacht. 

steadycam-grafik

Ist eine Steadycam nur für Amateure?

Wow, so ein elektronischer Gimbal kostet nicht selten über 500€. Da liegt man ja mit einer Steadycam für DSLR Kameras meist weit darunter. Davon soll man sich aber nicht täuschen lassen!

Die Steadycam für die DSLR ist gerade bei Profis sehr beliebt, da sie einem mehr Kontrolle verleiht und nicht zu robotische Aufnahmen wie ein Gimbal erzeugt. Sie wirkt einfach organischer. Die leichte Führung sorgt für sehr viel Flexibilität – und das in verschiedensten Kamerapositionen. Nach ein wenig Übung fühlt man sich mit ihr irgendwie ein wenig verbunden. Obwohl das Schwebestativ nur ein Stück kaltes Metall ist, wirkt es beim Filmen fast so wie ein weiterer Körperteil. 

Sie ist klein, leicht und funktioniert ohne Strom. Anfänger, Amateure sowie Profis lieben sie. Für wirklich gute Aufnahmen ist jedoch ein bisschen Fingerspitzengefühl nötig. Damit meine ich besonders die Führung des Schwebestativs. Das spielt vor allem dann eine Rolle, wenn man den Kamera-Blickwinkel während dem Filmen ein wenig verändern möchte.

Am Anfang muss man einfach ein bisschen Erfahrung sammeln. Das ist aber bestimmt kein Hindernis und soll auf keinen Fall entmutigen. Es soll eher dein Ego ein wenig runter schrauben. 😉 Ob du es glaubst oder nicht, du wirst am Anfang viel üben müssen. Bei meinen ersten Aufnahmen mit der Steadycam war mit mir nicht gut Kirschen essen. 

So funktioniert der Schwebeeffekt

Die Schwebestative können Bewegungen in drei Achsen kompensieren. Sie stabilisieren die Kamera so, dass sie in keine Richtung kippen und sich frei um die eigene Achse drehen kann. Das kann man sich vorstellen wie ein Hubschrauber, der Rollen, Nicken und Gieren kann. Die Kugellager ermöglichen dabei eine flüssige und ruhige Führung.

Das Schwebestativ muss als erstes für deine DSLR Kamera tariert, sprich ausbalanciert, werden. Dabei werden die Gewichte und Stangen so eingestellt, dass der Schwerpunkt der Kamera und Stange exakt mittig im Drehpunkt bzw. ein kleines bisschen unterhalb liegt. Damit bleibt die Kamera oben in einer stabilen Lage. Alle Kräfte, die nun auf die Stange einwirken, treffen sich in genau diesem Punkt und kippen die Stange somit nicht. Dadurch wirkt es fast so als ob die Kamera durch den Raum schweben würde. 

Die DSLR Kamera musst du dabei mit einem gleich großen Gegengewicht ausgleichen. Das schaffst du, indem du die Hebelkraft des Schwebestativs anpasst. Um das Gegengewicht zu erhöhen, stehen dir zwei Möglichkeiten zur Verfügung: die Stange länger machen oder unten mehr Gewichte montieren.  

Dieses Gleichgewicht ist sehr empfindlich und somit macht es schon etwas aus, ob man mit Objektivdeckel oder ohne tariert hat. Ebenso kann manchmal auch die Zoombewegung des Kameraobjektivs den Schwerpunkt verschieben. Mit einem manuellen Zoom umgeht man das Problem, dafür muss man aber immer den gleichen Abstand zum gefilmten Objekt halten.

Die Steadycam analysiert

Eigenschaften einer DSLR Steadycam

1. Preis

Fotografen und Filmemacher laufen oft mit schwerem Gepäck und leichter Geldtasche herum. Das Hobby Kamera ist teuer. Es ist gut zu wissen, dass eine Steadycam für DSLR nicht allzu viel Geld kosten muss und jedenfalls deutlich unter der Preisklasse von einem guten Gimbal für die DSLR liegt.

Einsteigen kann man da schon mit ca. 80€, wenn man weiß worauf man achten muss. In dieser Preisklasse muss man aber die Spreu vom Weizen trennen. Es ist schade, wenn man hier an der falschen Stelle spart und am Ende keine Freude damit hat.

Schwebestative um die 200€ bieten meist schon den Einstieg in den Profi-Bereich. Für schwerere Kameras bekommt man da noch keinen hochwertigen elektronischen Gimbal. Wenn man bereit ist mehr Geld auszugeben, dann sucht man meistens nach bestimmten Eigenschaften und persönlichen Vorlieben. Beim Thema Kamera gibt es selten eine preisliche Obergrenze, 400€-500€ scheinen mir für eine Steadycam für DSLR Kameras aber noch plausibel.

2. Zuverlässigkeit

Das Schwebestativ zeichnet sich vor allem durch das aus, was es nicht hat: Elektronik. Man muss sich niemals Gedanken um aufgeladene Akkus machen, oder wie lang diese noch halten werden. Einfach einpacken, (tarieren) und losfilmen.

Es ist ein Kamera Equipment, auf das man immer zählen kann. Selbst bei Kälte, Hitze, Feuchtigkeit oder fernab der Zivilisation lässt dich eine gute Steadycam nie im Stich. Darum ist sie gerade bei meinen Bergwanderungen mein ständiger Begleiter.

3. Mechanik

Ganz klar ist die Schlichtheit solcher Ausführungen ein entscheidender Vorteil. Nur drei kompakte Gelenke mit entsprechenden Gewichten sorgen für die Stabilität. Die eine Hand trägt das Stativ, die andere führt es leicht. Das System arbeitet nicht gegen die einwirkenden Kräfte, sondern mit ihnen. Sie bewegt sich durch den Raum, wie eine Möwe am Meer. Somit befindet sich die Kamera von ganz allein immer in einer Ruhelage. Dieses passive, mechanische Verhalten verleiht einem ein Gefühl der Kontrolle.

Durch diese Balance sind die Gelenke keinen großen mechanischen Belastungen ausgesetzt und laufen auch noch nach Jahren starker Benutzung geschmeidig. Es ist eine einmalige Anschaffung und erfordert so gut wie keine Wartung. Ich setze dabei jedenfalls auf hochwertige Kugellager.

4. Gewicht

Von dieser einfachen Bauweise profitieren auch Gewicht und Größe. Ein Schwebestativ kann sekundenschnell eingepackt werden und passt in die meisten Rücksäcke. Dadurch ist sie ein beliebter Begleiter bei Abenteuern auf schwierigem Terrain. Durch das rein mechanische System ist man auch auf keine Steckdose angewiesen und kann den ganzen Tag lang filmen. Am meisten fällt das geringe Gewicht bei der Kameraführung auf. Auch nach langem Filmen wird der Arm nicht so schnell müde.

Es gibt auch kompakte Versionen eines Handheld Gimbal DSLR. Diese liegen aber bei ähnlicher Qualität preislich weitaus höher.

5. Bedienbarkeit

Da die Kamera ganz oben auf einer Plattform sitzt, ist sie frei und für schnelle Einstellungen gut erreichbar. Den Zoom verändern oder Kameraeinstellungen ändern, mit einem kleinen Handgriff ist alles möglich. Der Bildschirm wird nicht vom Gerüst verdeckt und bietet eine direkte Sicht. Ebenso besitzen viele Basisplatten ein Quick-Release-System, welches schnelle Wechsel zwischen Stativ und Freihand ermöglicht.

6. Lernkurve

Es ist egal ob man eine DSLR Steadycam für 100€ oder 500€ kauft, die Kameraführung erfordert einiges an Übung und Erfahrung. Das Bild wird am Anfang manchmal abdriften, die Kamera wird sich des Öfteren falsch neigen und hin und wieder greift man zu sehr in das empfindliche Gleichgewicht ein.

Die richtige Haltung und Kameraführung ist ein Lernprozess und kann am Anfang eventuell demotivierend sein. Aber nach ein paar Wochen ist die Führung und Bedienung ganz leichtgängig und einfach zu kontrollieren. Es ist eben kein Plug & Play System und die Lernphase wird oft sehr unterschätzt. Daher kommen die unzähligen schlechten Bewertungen in Online Shops.

Doch gerade dieses empfindliche Gleichgewicht trägt zu einem entscheidenden Vorteil bei. Man kann die Neigung des Schwebestativs während des Filmens beeinflussen. Das macht man indem man mit der anderen Hand ganz sanft Druck in eine Richtung ausübt. So lässt sich die Kamera auch drehen. Dadurch ist man nicht mehr von einer fixen horizontalen Ausrichtung abhängig.

7. Tarieren

Finde deine Balance! Ich meine nicht deine innere Balance. Dafür musst du auf andere Seiten gehen.

Das Schwebestativ an sich ist natürlich überhaupt nicht ausbalanciert. Bevor man zu filmen beginnt, muss man es erst mit der gewünschten Kamera in der richtigen Einstellung tarieren bzw. ausbalancieren. Im Grunde verschiebt man die Plattform, auf der die Kamera sitzt, vor und zurück bzw. links und rechts bis die Stange nicht mehr kippt. Dieser Vorgang kann je nachdem wie geschickt man ist ein paar Minuten in Anspruch nehmen und ist dann nur für die verwendete Kamera in genau dieser Konfiguration abgestimmt. Ein leichter Filter könnte da schon erneutes Tarieren erfordern.

Unbedingt lesen: Die bombensichere Methode zum Ausbalancieren eines Schwebestativs.

8. Fokus

Während einer Aufnahme sollte man die Kamera nicht berühren, da das Gleichgewicht dadurch sofort gestört wird. Das bedeutet auch, dass man den Fokus währenddessen nicht verstellen kann.

Mit einem guten Autofokus erübrigt sich das Problem. Viele Filmemacher sind aber mit dem Autofokus oft nicht zufrieden oder haben bei der verwendeten Kamera keinen. Deshalb erzielt man mit einem Weitwinkelobjektiv und einem gleichbleibenden Abstand zum Objekt die besten Ergebnisse. Der Fokus wird dabei einfach manuell festgelegt. Bei einem Weitwinkel ist auch das Zittern und Wackeln im Bild weniger erkennbar.

Man muss etwas Neues machen,
um etwas Neues zu sehen.
Georg Christoph Lichtenberg
Man muss etwas Neues machen, um etwas Neues zu sehen.
Georg Christoph Lichtenberg

Qualitätsmerkmale

Das sind die Punkte, auf die ich besonders geachtet habe, als ich mir meine Steadycam gekauft habe.

1. Tragfähigkeit

Ein K.O.-Kriterium ist die maximale Tragfähigkeit des Stativs. Mit anderen Worten gibt die Zahl das maximale Gewicht für die Kamera mit Objektiv an. 3 kg wäre ein sehr guter Wert. Eine durchschnittliche DSLR wiegt ungefähr 1,5 – 2 kg. Bei schweren Objektiven aber auch oft deutlich mehr.

Viele Leute achten auf diesen wichtigen Punkt oft zu wenig. Wenn die Kamera aber schlussendlich mit einem schwereren Objektiv oder einem größeren Akku zu schwer wird, kannst du das Filmen vergessen. Das Schwebestativ wird unbrauchbar, wenn man es nicht richtig austarieren kann.

Bei Bedarf sollte man nachforschen, ob auch sehr leichte Kameras (z.B. GoPro) verwendet werden können. Oft besitzen sie zu wenig Gegengewicht und können nicht perfekt tariert werden. Hier könntest du aber deinen inneren Heimwerker herauslassen und die GoPro geschickt beschweren.

2. Basisplatte

Auf der Basisplatte ist die Kamera festgeschraubt. Eine gummierte, rutschfeste Oberfläche ist sehr wichtig, denn sie verhindert, dass sich die Position der Kamera während des Filmens verschiebt.

Zum einfachen Tarieren empfehle ich eine Basisplatte mit Rändelschrauben. Es ist viel einfacher und bequemer die Position der Basisplatte (mit Kamera) direkt mit den Schrauben justieren zu können. Ansonsten muss man erst die Schrauben lockern, die Basisplatte vorsichtig verschieben und sie dann wieder fixieren und festschrauben. Hier helfen genaue Markierungen. Gerade wenn man oft Objektive tauscht, die Brennweite ändert oder einen Filter dran packt, wird das schnell lästig.

Mir gefällt ein Quick-Release-System unglaublich gut. Ich wechsle regelmäßig zwischen Freihand und Schwebestativ hin und her. Wenn man die Platte schnell und einfach losbekommt, spart man sich sehr viel Zeit und Ärger. Will man z.B. seinen Kamera Akku wechseln, so löst man schnell die Platte, tauscht ihn und steckt alles wieder zusammen. Ready to go ohne erneutes Tarieren. Wenn das Schwebestativ das nicht hat, oder die Einstellung dabei verloren geht, kann man eines billig dazukaufen. (Es gibt gute Schnellwechselplatten auf Amazon).

3. Gegengewichte

Einige Kameras sind richtig schwer. Aus diesem Grund braucht man an der anderen Seite der Stange Gegengewichte. Diese sollten in je 3 oder mehr Stufen verstellbar sein. Dadurch kann man das persönliche Lieblingsverhältnis zwischen Gewicht und Länge der Stange finden. Je länger die Stange ist, desto weniger Gewicht braucht man. 

Idealerweise wählt man die Gewichte so, dass die Droptime mit eingezogener Stange nah bei 2 Sekunden liegt. Für das Fine Tuning zieht man die Stange dann stückweise aus. 

Mit mehr Gewicht erhöht sich die Trägheit des Systems. Das kann die Kameraführung stabiler machen. Das Schwebestativ ist dann auch unempfindlicher gegenüber dem Wind.

4. Auszugshöhe

Die Länge der Stange spielt beim sogenannten Drop-Test eine große Rolle. (Nein, lass die Steadycam bitte nicht fallen.) Je weiter sie sich herausziehen lässt, desto weniger Gegengewicht kann man verwenden. Dieses Gleichgewicht richtet sich wieder nach der persönlichen Vorliebe.

Bei schwereren Objekten/Kameras benötigt man auch mehr Gegengewicht bzw. einen längeren Hebel. Bei einem Gewicht bis 2 kg empfehle ich eine maximale Auszugshöhe von ca. 60 cm.

5. Handgriff

Das gesamte Gewicht der Steadycam DSLR trägt man in einer Hand. Das kann bei längerem Filmen sehr schwer werden. Ein bequemer, rutschfester Griff entlastet den Unterarm.

Viele Anfänger machen den Fehler, den Griff wie einen Tennisschläger zu halten. Viel ruhiger und ausdauernder wird man, wenn man den Griff auf die Hand stellt und anschließend mit den Fingern umfasst. Somit trägt die Hand einen Großteil des Gewichts und entlastet die Finger.

Man sollte auch darauf achten, dass der Handgriff mit den gängigen Westen und Unterarmstützen kompatibel ist. Dann ist man auch für die Zukunft gewappnet.

Für wen ist eine Steadycam geeignet?

Eine Steadycam kann wirklich jedem eine Freude bereiten. Sie zählt bei den meisten Hobby- und Profi-Filmemachern zur Standardausrüstung. Selbst ein hochwertiges Schwebestativ ist absolut leistbar und für sehr viele auch wirklich ausreichend bzw. genau das nach dem sie suchen.

Der Look ist unfehlbar und verleiht dem Video eine gewisse Dynamik. Gimbal DSLR Aufnahmen wirken hingegen eher steif und sehr geradlinig. Das kann man jetzt nicht als gut oder schlecht bewerten, der eigene Geschmack entscheidet hier. Auf jeden Fall kann man mit einer Steadycam und seiner DSLR Kamera viel mehr Leben in einen Shot bringen.

Das Steadycam DSLR Stativ kann ein ständiger Begleiter sein. Sie nimmt schon sehr viel Platz im Rucksack ein, passt aber immerhin hinein. Die robuste Mechanik lässt einen nie im Stich und eliminiert die Sorge um einen zusätzlichen Akku. Für Leute, die gerne in der Natur unterwegs sind, ist sie ideal.

Konzentration ist weiterhin gefragt. Man muss stets die Kontrolle besitzen und auch einen großen Teil der Aufmerksamkeit der Kameraführung schenken. Übung und Erfahrung setzt das Schwebestativ ganz sicher voraus.

Ich verspreche dir, dass die Steadycam beim Filmen bald zu einem Teil von dir wird. Dann macht das Filmen auch unglaublich Spaß und ermöglicht vielleicht die ein oder andere neue Herausforderung.

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