Videoqualität nachträglich verbessern – so klappt es wirklich
Die einfachsten Tipps für bessere Videoqualität

Videoqualität im Nachhinein verbessern

So klappt es wirklich. Mach mehr aus deiner Kamera.
5 kleine Schritte mit riesigem Ergebnis.

Man kann einiges aus dem gefilmten Material herausholen. Aber es ist möglich ein HD Filmmaterial durch ein Computerprogramm zu jagen und es den Freunden in 4K zu präsentieren? Es ist möglich. Aber vielleicht nicht mit dem Ergebnis, das man sich erwartet. 

Der Trick mit Fake 4K

Man kann die Videoqualität verbessern, aber beim Format wird geschwindelt. Es gibt eine Reihe von standardisierten Bildauflösungen, die angeben, wie viele Pixel auf einem Bildschirm, oder von einer Kamera, dargestellt werden können. 

Wenn eine Kamera in HD ready aufnimmt, dann speichert sie pro Zeitintervall für jeden Bildpunkt eine Farbe. Bei HD ready wären es 921.600 dieser Bildpunkte bzw. Pixel (1280 horizontal mal 720 vertikal). Das ist die gesamte Information, die zur Verfügung steht. Es ist eine Momentaufnahme, die mit knapp 1 Millionen Bildpunkte angenähert wird. Das sehr beliebte 4K Format besitzt davon hingegen weit über 8 Millionen. Dennoch ist es möglich, ein Full HD Video in ein 4K Format zu bringen, oder auch ein 8K Format in ein HD ready Format zu wandeln.

Das fällt besonders dann auf, wenn man sich einen “4K Film” besorgt, ihn am neuen teuren Fernseher ausprobiert und plötzlich gar nicht begeistert ist. Was ist passiert? Da hat sich wohl der Herausgeber der DVD eine Verkaufsstrategie angeeignet und Filmmaterial, das in Full HD vorliegt, upgesamplet und als 4K Format verkauft. 

Wo kommen aber nun die zusätzlichen Pixel her? Beim Upscaling werden benachbarte Bildpunkte untersucht und “Künstliche” eingefügt. Dabei schätzt das Programm, welche Farben dazu passen könnten, basierend auf dem Umfeld der echten Bildpunkte.

Jetzt hat man ebenfalls ca. 8 Millionen Pixel, aber nur ein Viertel der wahren Information. Das Bild hat nicht die Knackigkeit und Schärfe einer echten 4K Aufnahme. Man kann die Videoqualität nachträglich verbessern, aber die Qualität der Auflösung bleibt. Größere Zahlen verkaufen sich eben besser.

Was man optimieren kann

Videonachbearbeitung hat ihre Grenzen. Aber es gibt unzählige Möglichkeiten, das Erscheinungsbild des Materials zu verbessern. Ich zeige dir meine Lieblingsmethoden, die sehr schnell und einfach ein professionelles Ergebnis erzielen.

Die meisten Techniken stützen sich auf die Optimierung von Farbräumen, Helligkeits- und Kontrastanpassungen und das richtige Maß an Schärfe. Diese Schärfe vermittelt richtig angewandt eine höhere Auflösung und ein knackigeres Bild. Es geht um kleine Veränderungen, die aber einen immensen Einfluss auf das Erscheinungsbild haben. Die Videoqualität verbessert sich nicht nur durch Auflösung, sondern auch durch Komposition, vermitteltem Gefühl, Farbenspektrum, Musik, usw.

Nur so nebenbei, du holst sicher nicht das Beste heraus, wenn dein Video ruckelt. Oft ist die Framerate schuld. Deswegen schreibe ich hier von der richtigen Projekt Framerate für deine Videos. Mit der falschen Einstellung zu arbeiten ist ein beliebter Fehler, der zur Löschung von Einzelbildern führen kann.

Wahl der Software

Wir werden von gratis Programmen zur Videonachbearbeitung regelrecht überhäuft. Ich habe auch schon ein paar ausprobiert, bin dann aber schnell auf professionelle Umgebung gewechselt. Für kleine Arbeiten reicht es schon mal, aber für alles andere wird es lästig.

Die Gratisversion von Davinci Resolve wäre zu empfehlen. Für wenig Geld kann ich dir z.B. Magix Video Deluxe 2017 Premium auf Amazon sehr ans Herz legen. Damit gelingt es bestimmt, die Videoqualität nachträglich zu verbessern. Vom Anfänger bis zum Profi, die Software von Magix ist für jeden was. Diese Version werde ich auch für die nächsten Beispiele benutzen. Alternativ kann ich CyberLink PowerDirector 15 Ultimate (Amazon) wärmstens empfehlen. Als gutes All-In-One-Paket kann ich dir SONY Movie Studio 13 Suite Box (Amazon) ans Herz legen. Diese Programme sind im Bereich der Videobearbeitungssoftware sehr beliebt und beinhalten umfangreiche Funktionen. Auch mit 4K Aufnahmen kommen sie gut zurecht.

Tipps für bessere Qualität

Weißabgleich

Graukarte mit Kamera

Bevor man überlegt, die Videoqualität nachträglich zu verbessern, sollte man sich über den Weißabgleich Gedanken machen. Mit dem Weißabgleich gibst du deiner Kamera Bescheid, welche Farbtemperatur deine Umgebung hat. 

Jede Lichtquelle scheint in einem gewissen Spektrum unterschiedlich stark. Normale Glühbirnen sorgen für ein warmes Ambiente, die Softbox wirkt eher kühl. Auch das Tageslicht ändert die Farbtemperatur schnell. Für unser Auge ist das kein Problem, es passt sich diesen Lichtverhältnissen automatisch an, weiß bleibt weiß. Aber für Kameras ist es oft nicht leicht zu erkennen, was wirklich weiß sein sollte.

Vor allem für Videos, die mit einer billigen Kamera gedreht wurden, spielt der Weißabgleich eine Entscheidende Rolle. Profi-Kameras können meistens im RAW-Format filmen. Das RAW-Format enthält alle Rohdaten vom aufgenommenen Video und Farbkorrekturen lassen sich softwaretechnisch sehr viel leichter vornehmen. 

Wenn der Farbraum nicht stimmig ist, ist es bei anderen Formaten etwas schwieriger in der Post-Production (Videonachbearbeitung) den Weißabgleich durchzuführen. Die meisten Hobby-Kameras verwenden einen Codec, der sehr empfindlich auf die Verschiebung von Farbräumen reagiert.

3 Arten Weißabgleich

Es gibt 3 schnelle Arten einen Weißabgleich durchzuführen.
Pre-Production: manuell oder automatisch.
Post-Production: in Software.

Manuell

Meiner Meinung nach, ist die manuelle Variante die absolut Beste und Professionellste.
Um den manuellen Weißabgleich durchzuführen, geht man auf seiner Kamera in das entsprechende Menü Weißabgleich und sucht nach Benutzerdefiniert oder Ähnlichem. Alle Lichtquellen, die später in der Szene vorkommen, müssen nun aktiv und ausgerichtet sein.

Nun braucht man etwas zum Abgleichen. Ich verwende dazu diese Graukarte von Amazon: Graukarte zusammenfaltbar. Man richtet die Graukarte so aus, dass sie von den Lichtquellen gut beleuchtet wird und das Kamerabild komplett ausfüllt. Ist der Weißabgleich gespeichert, kann man mit einem perfekt ausgeglichenen Farbraum durchstarten.

Zu der Graukarte: Ich selber habe mir die oben genannte Graukarte gekauft und bin begeistert. Sie besteht aus einer 18% Grau-Seite und einer weißen Seite. Sie ist zusammenfaltbar, straff und man kann sie auch abwaschen. Alternativ gibt es eine billigere Variante: Graukarte 3er Set.

Automatisch

Die meisten Kameras bieten einen automatischen Weißabgleich an. Diesen würde ich generell eher nicht empfehlen. Er klingt praktisch und verlockend, aber gerade bei Kunstlicht kommt der automatische Weißabgleich manchmal durcheinander. Die Kameras haben meist mehrere Optionen für den Weißabgleich, z.B.: Sonnig, Wolkig, Kunstlicht, usw. Will man seine Videoqualität zukünftig verbessern, empfiehlt sich aber die manuelle Methode. Hat man keine Graukarte zur Hand, tut es auch ein weißes A4 Blatt, um den manuellen Weißabgleich durchzuführen. Meistens erhält man mit automatischem Weißabgleich trotzdem ein besseres Bild als ganz ohne Abgleichen.

In Software

Hat man den Weißabgleich vergessen, dann gibt es jetzt keinen Grund zum Verzweifeln. Softwaretechnisch ist es möglich den Farbraum anzupassen. Als Beispiel verwende ich das Videoschnittprogramm Magix Video Deluxe 2017 Premium. Man sucht sich in einer Szene einen Punkt aus, von dem man weiß, dass er in echt weiß ist. Dieser Sollte sich in der Nähe vom gefilmten Objekt befinden. Dann klickt man auf Weißpunkt und führt die Pipette an den besagten weißen Punkt im Bild. Mit einem Klick passt sich der Farbraum für die gesamte Szene an. Will man die Videoqualität nachträglich verbessern, ist der erste Schritt immer der Weißabgleich.

Effekte Menü von Magix 2017 Deluxe Premium
ohne Weißabgleich - Beispiel

Blaustich ohne Weißabgleich

perfekter Weißabgleich - Beispiel

Mit Weißabgleich

Im Menü oberhalb Helligkeit/Kontrast empfiehlt es sich auf den Button Auto-Belichtung zu drücken. Die intelligente Software von Magix findet dadurch automatisch eine ansprechende Balance der Belichtung für die ausgewählte Szene.

Eigenen Style leben

Bei der Videonachbearbeitung kannst du deine persönliche Note einfließen lassen. Vieles von dem, was ich nun einstelle, ist eben Geschmackssache und situationsabhängig. 

Aber das Schöne daran: du kannst deine eigenen Vorlieben zur Geltung bringen. Manchen Leuten wird dein Style eher nicht gefallen und bei anderen triffst du genau ins Schwarze. Mit gesammelter Erfahrung wird sich dein persönlicher Style immer mehr herauskristallisieren und Leute werden anfangen zu erkennen, wenn ein Video von dir ist. Kameraführung, Szene, Übergänge, Farben – es muss halt alles zusammenpassen.

Ich persönlich bevorzuge ein sattes, kräftiges Bild, welches ein wenig aus dem Bildschirm poppt. Generell lege ich Wert auf ein tiefes, dominierendes Schwarz und knackigen Kontrast. Natürlich verstehe ich es, wenn das jemandem zu intensiv ist.

Beispiel

Diese Szene von einer Mutter und ihrem Kind soll nun als Beispiel für Qualitätsverbesserungen von Videos dienen. Hierbei handelt es sich keinesfalls um das Schema F, aber generell lassen sich mit den folgenden Tipps hochwertige Ergebnisse erzielen. Die Änderungen sind klein, aber das Ergebnis kann sich sehen lassen. 

Man kann sich im Bearbeiten von Videos auch verlieren. Es besteht dabei die Gefahr, sich an das Bild zu sehr zu gewöhnen und dadurch einfach mit den Farben und Kontrasten zu übertreiben. Weniger ist meist mehr. An diese Regel halte ich mich jetzt mal nicht so streng, damit du auch einen Unterschied erkennst.

Schwangere Frau mit Kind in der Sonne

Original unbearbeitet

Schwangere Frau mit Kind in der Sonne - Beispiel für Kontrastanpassung

Kontrasterhöhung

Schwangere Frau mit Kind in der Sonne - Beispiel für Gamma Anpassung

Gamma Korrektur

Schwangere Frau mit Kind in der Sonne - Beispiel für Farbraum

Farbton Anpassung

Schwangere Frau mit Kind in der Sonne - Beispiel für Schärfe

Erhöhte Schärfe

Schritt für Schritt Video verbessern

1) Original

Meine gewählte Szene ist eine junge Mutter, die sich an einem hellen Tag mit ihrem Kind auf einer Wiese befindet. Der strahlendblaue Himmel und die Weite der Wiese verschaffen der Szene eine phänomenale Ausleuchtung. Die Farben sind sehr knackig und heben sich gut ab. Das Ausgangsmaterial ist schon sehr gelungen und wirkt gut. Für meinen Kino-look möchte ich aber noch einiges verbessern. Ich will einen warmen, strahlenden und angenehmen Sonnentag vermitteln, bei dem der Einfluss der Sonne zur Geltung kommt. Sie ist das zentrale Thema der Szene.

1.1) Weißabgleich

Der Weißabgleich wurde schon manuell vor Ort durchgeführt. Wenn er vergessen worden wäre, würde ich als Weißpunkt den Bauch der Mama auswählen. Sie trägt ein rein weißes Shirt und wird frontal beleuchtet. Die helle Fläche eignet sich dafür optimal.

2) Kontrasterhöhung

Mein erster Schritt bei der Videonachbearbeitung ist die Auto-Belichtung, dabei hat sich nicht viel verändert. Da die Szene farblich sehr geordnet ist (eine große Fläche Blau, eine Grün, Weiß, Rosa), wollte ich, dass die Farben herausstechen, damit die Farbkomposition aufregender wird. Mein Augenmerk galt dem Kind, dessen braune Haarfarbe und rote Rose ich hervorheben wollte. Diese Option gilt als leichte Voreinstellung, denn die nächsten Schritte haben noch sehr viel Einfluss.

Bei der Kontrasterhöhung wird schwarzes mehr schwarz und weißes mehr weiß. Die Änderung geschieht linear. Objekte bekommen mehr Körper und auch die Farben wirken satter. Damit kann man das Erscheinungsbild und die Videoqualität nachträglich verbessern. Man kann auch zu hohen Kontrast runterregeln. Dieser unecht hohe Kontrast kommt oft bei billigen Kameras vor. Wenn man diese Unterschiede versteht, dann kann man die Videoqualität nachträglich nicht nur verbessern sondern in eine ganz andere Liga bringen.

Zu finden in: Effekte > Videoeffekte > Helligkeit/Kontrast.

3) Sättigung

Diese Option habe ich ausgelassen, da die Szene ohnehin schon poppige Farben hat. Wenn das Bild blasser oder kräftiger aussehen soll, kann man schon am Regler drehen, aber nur ganz sachte. Zu grelle Farben wirken total unnatürlich. Ein fahles Bild kann durchaus in gewissen Szenen wünschenswert sein. Hier wollte ich aber durch die Farbenfrohe Aktivität und Bewegung in der sonst ruhigen Szene vermitteln.

Die Sättigung verändert nicht dunkle und helle Flächen, sie bringt nur ein Leuchten ins Bild. Keine Sättigung entspricht einem Graustufen Bild, volle Sättigung macht aus einem zarten Himmelsblau ein pures Neon blau. Hier eben das Mittelmaß ansteuern. Die Videoqualität verbessert sich sicher nicht durch schrille, grelle Farben.

Zu finden in: Effekte > Videoeffekte > Farbe.

4) Gamma Korrektur

Die Gamma Korrektur ist der Kontraständerung sehr ähnlich. Es ist in Wahrheit auch sehr schwierig, den Unterschied zu erklären. Beim Ausprobieren und mit Übung versteht man diese Dinge am besten. Einfach ausgedrückt würde ich sagen, dass die Gamma Korrektur den Farben eher treu bleibt. Außerdem bleibt Schwarzes schwarz und Weißes weiß. Die Graustufen werden zum Rand hingedrückt.

Will man eine Szene auf die hellen Details fokussieren, dann regelt man die Gamma-Korrektur herunter. Das Bild wird an dunklen Stellen dunkler. Wenn das Bild heller werden soll und man viel Detail im dunklen Bereich haben will, regelt man sie rauf. Ich kann mir vorstellen, dass du jetzt keine Ahnung hast was ich meine. Hell dunkel hell dunkel hell? 😉 Doing is understanding.

Bei der Szene von Mutter und Kind will ich die leichten Grautöne der Falten der Kleidung behalten und ein sattes, tiefes Schwarz bekommen. Dazu regle ich die Gamma Korrektur ein wenig herunter. Mir geht es vor allem um die Sonne. Die dunklen Schatten verstärken ihre Präsenz.

Den Regler für Helligkeit rühre ich normalerweise nicht an. Das Ergebnis gefällt mir einfach nicht so gut. Schraubt man die Helligkeit rauf, wirkt das Bild wie durch ein Milchglas betrachtet. Verringert man die Helligkeit, beobachtet man das Bild wie durch eine getönte Scheibe.

Zu finden in: Effekte > Videoeffekte > Helligkeit/Kontrast.

5) Farbton Anpassung

Diese Option hat sehr viel mit der Stimmung, die man vermitteln will, zu tun. Ich verwende dazu zwei Bereiche: den leicht roten/orangen Bereich und den blauen Bereich. Grün und Pink sieht nicht sehr gut aus. Dieser Regler ist nichts für zittrige Hände, eine kleine Verschiebung hat schon großen Einfluss auf das Ergebnis.

Der leicht rote Ton, der überlagert wird, verstärkt das Gefühl von Wärme und die flach stehende Sonne. Das Haar des Mädchens greift diese kleine Änderung super auf und auch die Wiese sieht hitziger aus. Man erkennt, dass das Shirt der Dame einen leicht wärmeren Ton hat. Genau diese Feinheiten machen oft den Unterschied. Das Tageslicht ist in der Früh sehr rot/orange wandert dann lange im leicht gelben Bereich und gerät zum Abend hin wieder in das orange/rote Spektrum. Je nachdem lass ich auch diesen Effekt in der Videonachbearbeitung einfließen.

Zu finden in: Effekte > Videoeffekte > Farbe.

6) Erhöhte Schärfe

Manche Leser überfliegen meinen Artikel und sind dann enttäuscht, dass man die Qualität von HD nicht einfach auf 4K hochschrauben kann. Aber ein kleiner Trick hilft beim Erscheinungsbild: die Erhöhung der Schärfe. Damit kann man die Videoqualität nachträglich sehr verbessern.

Mein Beispiel ist dafür eher schlecht. Bei der Schärfe habe ich nicht viel verstellt. Der Unterschied ist somit kaum zu erkennen. Außerdem kann ich die Bilder nicht in voller Qualität hochladen, das wäre nervig für eure Internetleitung.

Bei der Erhöhung der Schärfe werden Konturen und Strukturen im Fokus, die sehr weich sind, also einen eher fließenden Übergang haben, gehärtet. Dafür gibt es kein Maß, man muss einfach ausprobieren bis man die perfekte Balance zwischen weichen und harten Übergängen findet. Man kann auch einstellen, ob sich diese Änderungen eher auf Kanten oder auf alles auswirken sollen. Ausprobieren. Bei zu hoher Schärfe wirkt das Bild überzeichnet und leicht verpixelt. Meist bringt ein wenig Schärfe verloren gegangene Feinheiten wieder hervor und betont Akzente.

Zu finden in: Effekte > Videoeffekte > Schärfe.

7) Fazit

Wow! Das Ergebnis gefällt mir sehr gut. Nebeneinander verglichen sind die Bilder nicht sehr verschieden. Auch vom Original zum letzten Bild gibt es keine gravierende Unterschiede – selbst bei meinen intensiven und satten Vorlieben. Wie am Anfang versprochen, sollten Änderungen sehr subtil geschehen. Dennoch, die Szene lässt sich sehen und hat es mit diesen simplen Schritten vom einfachen Familienvideo zur Kinoqualität geschafft.

Wenn du selbst einzigartige Videos drehen möchtest, dann brauchst du dafür nicht zwangsweise teures Equipment. Selbst mit einem guten Smartphone kann man so einiges zaubern. Das gelingt besonders gut, wenn man die versteckten, professionellen Smartphone-Einstellungen für Videos aktiviert. Lies dazu meinen Artikel.

Zubehör

Graukarte für den Weißabgleich

Eine Graukarte MUSST du dir einfach zulegen. Ohne Diskussion! “Das ist nur etwas für Profis, ich will einfach nur Videos machen.” Das merkwürdige: für richtige Profis mit echt teuren Kameras ist die Graukarte eigentlich gar nicht so wichtig wie für Einsteiger. Denn die Profis schießen häufig im RAW-Format. Bei Fotographen ist dieses Format gängiger, auch im Hobby-Bereich. Man sollte sich nicht zu stark auf die Videonachbearbeitung stützen. Hier verlinke ich nochmal zwei solcher Graukarten von Amazon.

Ich habe mir die erste gekauft, man kann sie durch Falten klein bekommen und so passt sie in jede Kameratasche. Beim Filmen im Wald ist sie mir auch schon in den Dreck gefallen. Es stellte kein Problem dar, ich konnte sie ganz einfach reinigen.

Die zweite Graukarte im Kreditkartenformat habe ich nicht getestet, ist aber sicher eine super billige Alternative.

Softbox

Wenn du eine Softbox auch noch dein Eigen nennen kannst, dann hebst du dich schon mal weit von den Möchtegern-Instafood-Bloggern ab 😉 . Eine Softbox produziert ein konstantes, kühles und gleichmäßiges Licht. Vor allem für Leute, die frontal in die Kamera schauen, ist dies von hohem Wert. Mit ausreichend guter Beleuchtung kann in der Post-Production umso mehr gewonnen werden.

Es ist als Hersteller schwierig immer konstant die gleiche Qualität und das gleiche Verhalten zu gewährleisten. Gerade beim Licht kann es vom einen zum anderen Gerät kleine Unterschiede beim Leuchtverhalten geben. Mitunter spiegelt sich darin der Preis wider. Hier findest du einige Softboxen, die ich mit ruhigem Gewissen empfehlen kann.

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Das Video ist im Kasten, aber deine alte Klapperkiste weigert sich zu rendern? So kommst du deinem Traum-PC einen Schritt näher!

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